Mit jedem Treffen merkt man: Die Kinder kommen in den Flow! Die angesetzten zwei Schulstunden werden zu kurz. “Oh mann, jetzt sind wir gerade richtig reingekommen! Können wir nicht noch ein bißchen weitermachen?” Mit großer Ernsthaftigkeit sind die Kinder bei der Sache. Der Spruch “Man wächst mit seinen Aufgaben” zeigt seinen wahren Kern. Rektorin Frau Kanne zückt nun immer wieder ihren Terminkalender, denn die Kinder haben plötzlich einiges zu besprechen: “Frau Kanne, ich brauch einen Termin. Es wird so 15 min dauern.” Denn es gibt Dinge, die müssen nun geklärt werden: ob man zum Beispiel gewisse Dinge kaufen oder ob man einen Kompost oder ein Hochbeet irgendwo auf das Schulgelände stellen darf.
Mit einer kleinen Ausstellung möchte eine Gruppe Kinder auf den Müll aufmerksam machen, der im Pausenhof gefunden wurde. “Damit die anderen Kinder besser darauf achten und ihren Müll in den Mülleimer werfen”, erklärt der junge Initiator der Ausstellung.Zum besseren Müllsammeln wünschen sich die Kinder Mülllzangen. Die einfachen Bambus-Grillzangen kommen gut an. Zusätzlich zu den bisherigen Rest‑, Papier- und Plastikmülleimern in den Klassenzimmern wünschen sich die Kinder außerdem Komposteimer. Diese gibt es mittlerweile tatsächlich, und die Kinder leeren sie selbstorganisiert in ihren selbstgebauten Komposthaufen (siehe unten).Am Schulhaus Henfenfeld gibt es nun ein Kompostnest, gebaut aus Materialien aus dem Wald, der sich gleich hinter dem Schulhaus befindet. Hier bringen die Kinder den Kompost aus ihren Klassenzimmern hin. “Bis der voll wird, dauert!”Auch am Schulhaus Offenhausen gibt es nun einen Kompost, außerdem auch ein Hochbeet. Die erste Herausforderung galt es schon zu klären: Wer gießt über die Pfingstferien? Die Kinder fragten den Hort, der während der Ferien geöffnet hat, und vereinbarten untereinander, selbst auch mal mit dem Fahrrad vorbeizukommen. “Wir müssen die Gießkannen zum Wassertank stellen, sonst kommen wir in den Ferien nicht an sie ran.”
“Ich hab voll gute Laune und richtig Lust auf das Projekt”, empfängt uns eine Schülerin bei einem FREI DAY-Treffen. Und auch sonst, so hat man den Eindruck, motiviert der FREI DAY, sich mit dem Schulgelände intensiver auseinanderzusetzen. So berichten zwei Schülerinnen begeistert: “Im Wildstaudenbeet wächst eine neue Pflanze. Wir haben mit der App nachgeschaut. Das wird eine Wolfsmilch.” Es gibt nun ein Schild gegen den regelmäßigen Hundekothaufen auf dem Schulspielplatz. Der Wildbienennistplatz wurde ausgebessert und manchen Kindern fällt auf, dass auch am Pausenhof so einiges an Müll herumliegt. “Und im Wildstaudenbeet liegen auch Zigaretten. Die sind aber nicht von uns!”
Das Schulfest Ende Mai war ein idealer Anlaß, Projekte zu präsentieren und umzusetzen:
Für das Schulfest hat eine Projektgruppe einen Flohmarkt organisiert, natürlich mit Preisschildern. So manchem macht es sichtlich Spaß, mit der Geldkassette zu hantieren. Stolz sind sie auf ihren Erfolg: Sie haben über 200,- € eingenommen. Das Geld möchten sie für einen guten Zweck spenden, welchen, überlegen die Kinder noch.Die Projektgruppe “Bewegter Müll” hat sich einiges ausgedacht, fleissig Material gesammelt und gebastelt, um das Schulfest mit einer bunten Vielfalt an Bewegungs- und Spielangeboten zu bereichern.Das Schulfest war außerdem der ideale Ort, erworbenes Wissen rund ums Rauchen an den Mann und die Frau zu bringen. Ein Info-Stand informierte über den Geruchssinn und wie viel Wasser eine einzige Zigarette verschmutzt. Und man konnte “Nicht-Raucher-Steine” malen. “Bei uns vor dem Garten liegen immer Zigaretten. Da leg ich jetzt die Steine hin”, erklärte ein Schüler zu seinen eben bemalten Steinen.Geplant ist ein Bastelschrank mit Materialien, die man sonst wegwerfen würde. Vergleichbar mit dem Materialschrank im Werkunterricht. Hier soll das ganze Jahr über gesammelt werden, dauerhaft. Die Idee dahinter ist, dass man nicht extra entsprechend einkauft, um entsprechendes Bastelprojekt für ein bestimmtes Upcycylingprojekt zusammenzubekommen, was ja kontraproduktiv ist. Sondern dass man ganz generell gutes Material weiterverwendet, und das Bewusstsein für Ressourcen schärft.
“Es ist schön zu sehen, wie die Kinder durch ihre Projekte wachsen und wie stolz sie auf ihre Ergebnisse sind. Die Kinder lernen dabei so viel”, so eine Lehrerin, und wünscht sich: “Der FREI DAY sollte unbedingt weitergehen!”
Dass wir die GS Hammerbachtal bei ihrem FREI DAY unterstützen können, ermöglicht uns die Sparda-Bank Nürnberg.An dieser Stelle vielen Dank für diese wertvolle Möglichkeit!
Ganz im Sinne der BNE 2030-Roadmap unterstützen wir Schulen, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in den Schulalltag zu integrieren #BNE2030: