Die Grundschule Ottensoos führt das TaffCity-Projekt alle zwei Jahre und in diesem Schuljahr zum dritten Mal durch. Da die beiden Schulhäuser Schönberg und Ottensoos das gemeinsam gestalten, ist dies auch eine logistische Herausforderung. Dieses Jahr sollte in TaffCity der Nachhaltigkeitsgedanke einziehen. Ich freue mich sehr, dass ich dieses beeindruckende Projekt mit SDGs go to school begleiten und miterleben durfte!
Vielen Dank dafür an das engagierte Team der Grundschule Ottensoos!
Finanziell ermöglicht hat dies die
Bürgerstiftung Kerscher.
Vielen herzlichen Dank dafür!

Taff City: in Planung!
„Taff City 3.0! Taff City 3.0!
Kommt, wir spinnen wei-ei-eiter! Kommt, wir spinnen wei-ei-eiter!
Das wird – wunderbar! Das wird – wunderbar!“
… rappen rund 160 Schüler*innen im Kanon. Dann gibt es eine letzte Ansage: „Wer seinen TaffCity-Geldbeutel noch nicht abgegeben hat, bitte bereithalten. Die Kinder von der Bank gehen heute rum und sammeln sie ein. Die Kinder der Bäckerei machen heute einen Ausflug zur Bäckerei. Ihr trefft euch vorne am Eingang. Die Kinder vom Hotel bekommen heute Besuch von Frau Ratzel.“
Und schon geht´s los, die Kinder verteilen sich in ihre Gruppen, um zu planen und zu organisieren. Der Stadtrat eröffnet seine Sitzung im Lehrerzimmer. Die Gärtnereigruppe bastelt an der Tischdeko. Die Friseure denken sich Frisuren aus, die Musicalgruppe probt ihren Auftritt. Das Mc Taff-Team plant sein Angebot, bei dem es auch etwas für Vegetarier geben soll. Die Bänker*innen „drucken“ neue Taffs, das Taff City-Geld.







Nach gut 60 min treffen sich alle wieder in der großen Runde zur Abschlussbesprechung. „Der Stadtrat hat etwas anzukündigen… das Friseurteam möchte euch ihre neuen Frisurenkreationen zeigen… Mc Taff hat einen Antrag an den Stadtrat… die Bank möchte euch etwas mitteilen… Der Stadtrat hat noch zwei Beschlüsse bekannt zu geben…“ Kinder treten ans Mikrofon, Mitteilungen und Ankündigungen werden gemacht, Anträge an den Stadtrat gestellt, Beschlüsse mitgeteilt. In zwei Wochen treffen sich alle wieder und dann geht die Planung und Organisation weiter.







Taff City erwacht zum Leben!
Mitte Mai ist es dann endlich soweit. Nach der wochenlangen Vorbereitungs- und Planungszeit verwandelt sich das Schulhaus Ottensoos für eine Woche in eine Stadt. Als Außenstehende*r ist es erstmal schwierig zu verstehen, was da passiert. Im Prinzip ist es wie beim Spielen mit dem Kaufmannsladen im Kinderzimmer, nur größer und mehr, eine Stadt eben. Die Kinder spielen Stadt, und gleichzeitig ist ein gewisser Ernst dahinter. Es gibt Jobs zu erledigen, sonst funktioniert eine Stadt nicht. Wer einen Job annimmt, verdient Taffs, die Währung in Taff City. Zum Beispiel kann man für eine halbe Stunde in der Bäckerei backen und verkaufen, an der Bar Cocktails mixen oder bei Mc Taff an der Kasse arbeiten. Auf einem Zettel wird eingetragen, was man dabei verdient hat. Das Geld holt man sich in der Bank ab, wo man übrigens auch arbeiten kann. Und für die Taffs kann man sich dann einen Burger bei Mc Taff oder ein Eis gönnen. Oder den Eintritt ins TaffKino oder Muscial bezahlen. Oder man lässt sich eine schicke Frisur beim Friseur machen.






TaffCity und der Nachhaltigkeitsgedanke
Dieses Jahr sollte in TaffCity der Nachhaltigkeitsgedanke einziehen. Ich freue mich sehr, dass ich dieses beeindruckende Projekt mit SDGs go to school begleiten durfte. Um alle mit an Bord zu holen, gab es erstmal eine Einführung für alle interessierten Beteiligten unter den Lehrkräften und sich ebenfalls für TaffCity-engagierenden Eltern.
Dann setzten sich die Kinder mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Mit den Kindern der Hotel-Gruppe, den beiden Teams von McTaff und BackCity, der Presse-Gruppe, dem Stadtrat und den Bürgermeisterinnen habe ich mich getroffen.

Gemeinsam haben wir in den jeweiligen Gruppen überlegt, wie TaffCity umweltschonend gestaltet werden kann, wie sich zum Beispiel Müll vermeiden lässt, wie sich „Eh-schon-da“-Gegenstände nutzen lassen, statt Neues zu kaufen; wie soziale Arbeitsbedingungen und ein gutes Miteinander zwischen Gästen und Arbeitenden aussehen; wie die Stadt grüner werden und wie man grüne Oasen der Erholung schaffen kann.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die grünen Oasen luden zum Chillen und gemütlichen Burgeressen ein. Back City bot seine Backwaren in gesammelten Bäckertüten mit Pfand an, und auch Mc Taff machte sich viele Gedanken zur Müllvermeidung. So sollten die Kinder ihre Brotzeitboxen für Pommes und Burger mitbringen, um Einmalgeschirr zu vermeiden. Auch die kleinen Geschenke im Mc Taff-Menü sind in Kinderzimmern gesammelt – “Eh-Da”-Spielzeug, das man nicht mehr braucht, aber anderen noch Freude macht. Sowohl Mc Taff als auch Back City achteten außerdem auf regionale Zutaten.
Die Hotelgruppe und die Presse beschäftigten sich intensiv mit guten Arbeitsbedingungen und einem guten Miteinander. Gerade in diesen beiden Gruppen spielte die “Arbeitsbelastung” (Übernachtung mit Abendessen und Frühstück organisieren für die Hotelgruppe, Zeitdruck bei der Presse) tatsächlich auch eine wichtige Rolle.
Und der Stadtrat stellte fest, dass es gar nicht so einfach ist, alles unter einen Hut zu bringen und zu bedenken – Menschen, Umwelt und das Finanzielle – und gründete kurzerhand drei Parteien, die jeweils einen Aspekt im Blick behielten: “Weil man sich dann besser darauf konzentrieren kann”.




Ganz im Sinne der BNE 2030-Roadmap unterstützen wir Schulen, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in den Schulalltag zu integrieren #BNE2030:






