„Kunst ohne Müll!“ rufen die Kinder, die im großen Kreis um ein Mandala stehen. Ein besonderes Mandala: Es besteht aus Steinen, Stöckchen, Blättern, Eicheln und Kiefernnadeln. Die Kinder haben die Materialien auf dem Spielplatz zusammengesucht und daraus das Mandala auf dem Boden gestaltet. Hier noch ein bisschen schieben, da noch etwas dazu legen, gar nicht so einfach!
Susanne Pechstein, ihre Klassenlehrerin, erklärt, was hinter diesem besonderen Unterricht steckt: „Hier arbeiten sie zusammen an dem gleichen Projekt. Sie helfen sich gegenseitig. So sollte unsere Gesellschaft funktionieren. Dann geht es hier natürlich auch um Natur und Nachhaltigkeit. Und auch mathematische Kompetenzen werden gefördert, zum Beispiel symmetrische Wahrnehmung.“



Die Schüler*innen der Klasse 1e der Sperberschule sind schon richtig fit in Bezug auf Umweltthemen. Sie wissen, wie das mit dem Heizen und Lüften funktioniert, wie man Pfandflaschen erkennt und was die verschiedenen Farben der Mülleimer in ihrem Klassenzimmer bedeuten. Sie haben schon Vorträge für andere Klassen gehalten und ihr Wissen weitergegeben. Im Rahmen von SDGs go to school wurde diese Kooperation der Sperberschule mit dem Nürnberger Nachhaltigkeitsverein Bluepingu e.V. möglich. Durch die finanzielle Unterstützung der Sparda-Bank Nürnberg können gutqualifizierte Referent*innen eingesetzt werden. Das ganze Schuljahr über begleitet das Thema die Kinder, wirkt in die Schulgemeinschaft und in die Familien hinein.
Und jetzt setzen sie das Ganze noch kreativ um – eben „Kunst ohne Müll“. Die Kinder sammeln Holzschnipsel auf, finden herumliegendes Laub und abgebrochene Äste. Abgepflückt oder abgerissen werden darf nichts – denn das Projekt folgt den Prinzipien der „Harmlosen Kunst“. Das bedeutet auch: alle Kunstwerke sind vergänglich und kompostierbar. Anna Hielscher, Pädagogin und Künstlerin, hat das Konzept dazu entwickelt: „Harmlose Kunst bedeutet: Wir richten keinen Umweltschaden an mit unserer Kunst. Wir können uns kreativ austoben, weil wir ausschließlich Naturmaterialien benutzen. So entsteht erst gar kein Abfall! Die Arbeit mit den Naturmaterialien macht den Kindern viel Freude. Sie lieben es, Dinge zu sammeln und daraus etwas Neues zu gestalten – ganz ohne die sonst üblichen Konsummuster. Die Wertschätzung für Natur und Umwelt steigt, und man merkt den Kindern die Begeisterung richtig an.“





Ganz aufgeregt zeigen die Kinder dann auch ihre anderen Werke: das riesige Bodenmandala, das der 8‑jährige Ben in mühevoller Kleinarbeit gestaltet hat. Das Legebild „Muckibude“, mit einem muskulösen Arm und einer mächtigen Hantel, eine Gemeinschaftsarbeit von Ali und Aleks. Die Wippe von Charlotte und Ela, die auf einem Wichtel-Spielplatz stehen könnte. Eine lachende Krone, zu der die sonst so schüchterne 7‑jährige Lena sich eine lebhafte Geschichte ausgedacht hat. Man kommt aus dem Staunen fast nicht mehr heraus – Fantasie und Kreativität sprengen alle Grenzen!


Dass wir Schulen auf diese Weise unterstützen können, ermöglicht uns die Sparda-Bank Nürnberg.
An dieser Stelle vielen Dank für diese wertvolle Möglichkeit!

Ganz im Sinne der BNE 2030-Roadmap unterstützen wir Schulen, die 17 Ziele in den Schulalltag zu integrieren #BNE2030:






