Pflanzentauschbörse im Hammerbachtal

Pur­pur Lein­kraut, Zitro­nen­me­lis­se, Herbstane­mo­ne, Herbst­as­tern, Ver­be­ne, Som­mer­flie­der, Wil­de Kar­de – in den let­zen Wochen haben so eini­ge Pflan­zen ein neu­es zu Hau­se gefun­den, und zwar durch den regen Aus­tausch über eine Pflan­zen­tausch­bör­se, die sich Ende August gegrün­det hat. Ihre Vor­tei­le: Nie­mand muß extra eine Ver­an­stal­tung orga­ni­sie­ren und enga­gier­te Helfer*innen zusam­men­trom­meln, und sie fin­det ganz­jäh­rig statt. Whats­App macht es möglich.

Die Idee dazu ent­stand aus den Offe­nes Gar­ten­tor- Tref­fen her­aus. Klar, wenn man so gemein­sam durch die Gär­ten wan­delt, kommt es unwei­ger­lich zu Aus­sa­gen wie: “Die­se Pflan­ze wächst bei uns wie ver­rückt. Wer davon mal was abha­ben will, ger­ne!” Oder: “Die­se hier sät sich bei uns so gut aus. Wer ein paar Keim­lin­ge haben möch­te, dem grab ich ger­ne wel­che aus!”

Der Jah­res­zeit ent­spre­chend ist die Pflan­zen­tausch­bör­se aktu­ell in den Win­ter­schlaf über­ge­gan­gen. Aber nächs­tes Früh­jahr, wenn es in den Fin­gern der Gärtner*innen zu jucken anfängt, erwacht sie – hof­fent­lich – wieder…

Wer Inter­es­se hat und ger­ne in die Whats­App-Grup­pe mit auf­ge­nom­men wer­den möch­te, mel­det sich ger­ne mit ent­spre­chen­der Han­dy­num­mer bei sabine@bluepingu.org zur Wei­ter­lei­tung an die bei­den Admins der Whats­App-Grup­pe.
Lie­be Admins, an die­ser Stel­le vie­len Dank an euch bei­de, dass ihr die­se Auf­ga­be über­nom­men habt!


Tausch­bör­sen unter­stüt­zen den nach­hal­ti­gen Kon­sum. Was „eh da“ ist, wird nicht weg­ge­wor­fen, son­dern wei­ter­ge­ge­ben, und damit an ande­rer Stel­le nicht neu­ge­kauft und nicht neu pro­du­ziert, mit all dem dar­an hän­gen­den Ener­gie- und Res­sour­cen­ver­brauch. Denn auch die Pflan­zen­pro­duk­ti­on in Groß­gärt­ne­rei­en läuft nicht immer unbe­dingt durch­ge­hend nach­hal­tig ab.

Abge­se­hen vom net­ten Neben­ef­fekt, dass sol­che Pflan­zen oft sogar robus­ter sind als neu­ge­kauf­te, freut man sich über etwas Neu­es für sei­nen Gar­ten, ohne dafür Geld aus­ge­ge­ben zu haben. In Zei­ten, in denen Spa­ren eine neue Rol­le spielt, ist auch das nicht zu verachten.