Schmökern im Winter: einiges rund um gemeinsame Stadtgestaltung

Die Sache mit den Som­mer­stra­ßen ist zwar der Aus­lö­ser für die Demo­kra­tie im Dia­log-Ver­an­stal­tun­gen in Fürth, aber an sich dreht sich weit dar­über hin­aus alles um die zen­tra­le Fra­ge:
Wie kann eine gemein­sa­me Stadt­ge­stal­tung gelin­gen?
Gemein­sam heißt: Poli­tik, Ver­wal­tung und Bür­ger­schaft zusam­men, auf Augenhöhe!

In dem Zusam­men­hang ist eine gute Schmöker­samm­lung ent­stan­den, die wir hier ger­ne zur Ver­fü­gung stellen.

Viel Spaß beim Schmö­kern und krea­ti­vem Träu­men für ein gemein­sa­mes krea­ti­ves muti­ges Stadt­ge­stal­ten! Und für ein gutes Leben für alle!

  1. Die bei­den Städ­te Kon­stanz und Mün­chen set­zen mit Kon­stanz mit­ge­stal­ten und Mün­chen mit­den­ken Bürger*innen-Beteiligung um.
  2. Quar­tiers­bei­rat Karo­li­nen­vier­tel: Zukunfts­werk­statt Karo­vier­tel 2030 – Ver­kehr.
  3. Ber­lin Insti­tut für Par­ti­zi­pa­ti­on: For­ma­te der auf­su­chen­den Betei­li­gung tra­gen inter­es­san­te Namen wie „Koch­löf­fel­dia­log“ oder „Früh­stücks­bus“. Was es damit auf sich hat, erklärt die­ser Beitrag.
  4. Das Kli­ma­bud­get der Stadt Erlan­gen stellt für die Kli­ma-Initia­ti­ven ihrer Bür­ger­schaft ins­ge­samt 65.000 Euro bereitIdeen für Ihren Orts- oder Stadt­teil gesucht.
  5. Orts- und Stadt­teil­bei­rä­te in Erlan­gen: Neben den Orts­bei­rä­ten gibt es auf­grund eins grü­nen Antrags auch sechs Stadt­teil­bei­rä­te. Damit kön­nen die Bürger*innen direk­ter die Ent­wick­lung ihres Umfel­des mit­be­stim­men. Die Bei­rä­te stel­len zu den Ange­le­gen­hei­ten ihres Stadt­vier­tels Anträ­ge oder geben Emp­feh­lun­gen ab. Von der Stadt­ver­wal­tung wer­den sie früh­zei­tig mit einbezogen.
  6. Die Stadt Erlan­gen will einen “Kli­ma­ver­trag” mit Bür­gern schlie­ßen: Erlan­gen will vor dem Jahr 2030 kli­ma­neu­tral sein. Damit das gelingt, will die Stadt die Bürger*innen noch mehr betei­li­gen und im kom­men­den Jahr eine Art Kli­ma­ver­tag mit den Erlanger*innen schlie­ßen.
  7. Kon­zept BÜR­GER­mit­WIR­KUNG Wolfs­burg: Das Kon­zept regelt den ver­bind­li­chen Rah­men für BÜR­GER­mit­WIR­KUNG in Wolfs­burg. Es ent­hält Rege­lun­gen zu Abläu­fen, Rech­te und Pflich­ten sowie Zustän­dig­kei­ten die über die gesetz­li­che vor­ge­schrie­ben MitWirkungs‑, bezie­hungs­wei­se Bür­ger­be­tei­li­gungs­ver­fah­ren hinausgehen.
  8. Loka­le Poli­tik und Betei­li­gung: Neue Wege des Stadt­ma­chens und die Rol­le loka­ler Politik.
  9. Stu­die Bür­ger­be­tei­li­gung aus kom­mu­na­ler Sicht, 12 Seiten.
  10. Netz­werk Bür­ger­be­tei­li­gung: Kom­mu­na­le Bür­ger­be­tei­li­gung stär­ken und stra­te­gisch wei­ter­ent­wi­ckeln. 2013 hat sich inner­halb des Netz­werks Bür­ger­be­tei­li­gung das Netz­werk kom­mu­na­le Par­ti­zi­pa­ti­ons­be­auf­trag­te gebil­det. In die­sem Netz­werk arbei­ten Verwaltungsmitarbeiter/innen zusam­men, deren Auf­trag es ist, die Bür­ger­be­tei­li­gung in ihrer Kom­mu­ne vor­an­zu­brin­gen und stra­te­gisch (wei­ter) zu ent­wi­ckeln. Zu ihrem wei­te­ren Auf­ga­ben­feld gehö­ren der Auf­bau von Kom­pe­ten­zen sowie deren Trans­fer in die Pra­xis und die sys­te­ma­ti­sche Ver­an­ke­rung von Bür­ger­be­tei­li­gung im All­tag von Poli­tik und Verwaltung.
  11. Bun­des­netz­werk Bür­ger­schaft­li­ches Engagement
  12. Loka­le Bür­ger­rä­te in Deutschland
  13. Mehr Demo­kra­tie: Pro­jekt Bür­ger­rä­te. Bür­ger­rä­te stel­len ein neu­es, inno­va­ti­ves Instru­ment zur kol­lek­ti­ven Mei­nungs­bil­dung dar. Sie ermög­li­chen, dass in der Bevöl­ke­rung eine kol­lek­ti­ve Mei­nungs­bil­dung statt­fin­det. Wer­te und Ein­stel­lun­gen, die sich in Wah­len und Mei­nungs­um­fra­gen nie­der­schla­gen, spie­geln immer nur die Gedan­ken eines ein­zel­nen Men­schen bzw. einer Bla­se. Bür­ger­rä­te füh­ren dazu, dass die Teil­neh­men­den ihre eige­ne Hal­tung über­prü­fen und mög­li­cher­wei­se ändern. Am Schluss ver­schmel­zen die ver­schie­de­nen Posi­tio­nen zu Vor­schlä­gen, die alle mit­tra­gen kön­nen, selbst wenn sie nicht zu 100 % der eige­nen Auf­fas­sung ent­spre­chen. Die Begeg­nung und direk­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem und den ande­ren schafft eine neue Qua­li­tät der poli­ti­schen Ergebnisse.
Buchtipp

Ein kom­pak­tes, sehr zu emp­feh­len­des Buch von Ute Scheub / Mehr Demo­kra­tie e.V., ercs­hie­nen im oekom-Ver­lag, als Plä­doy­er zu mehr Teil­ha­be fin­den Sie zum kos­ten­lo­sen Down­load hier.

Die Demo­kra­tie ist durch Ver­trau­ens­ver­lust bedroht. Rechts­po­pu­lis­ti­sche Bewe­gun­gen nut­zen das geschickt aus. Ist das das Ende die­ser jahr­hun­der­te­al­ten Idee? Ganz und gar nicht! »Demo­kra­tie – die Unvoll­ende­te« zeigt, dass die­se dem mensch­li­chen Grund­be­dürf­nis nach Reso­nanz ent­springt. Vie­len Bür­ge­rin­nen und Ein­woh­nern genügt es nicht mehr, alle paar Jah­re ihre Stim­me in einer Wahl­ur­ne zu ver­sen­ken. Es man­gelt ihnen an Mög­lich­kei­ten zum Mit­re­den und Selbstregieren.

Um die tief­ge­hen­de Reso­nanz­stö­rung zwi­schen Regie­ren­den und Regier­ten zu besei­ti­gen, brau­chen wir Volks­ab­stim­mun­gen, aus­ge­los­te Bür­ger­rä­te, Bür­ger­gut­ach­ten, kurz: eine Vor­wärts­ver­tei­di­gung der Demo­kra­tie durch neue par­ti­zi­pa­ti­ve For­men. Das Buch von Ute Scheub, her­aus­ge­ge­ben von Mehr Demo­kra­tie e.V., prä­sen­tiert exis­tie­ren­de Bei­spie­le und krea­ti­ve Denk­mo­del­le. Ganz nach dem Mot­to von Mehr Demo­kra­tie: Wenn wir auf­hö­ren, die Demo­kra­tie wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, fängt die Demo­kra­tie an, aufzuhören.