Eigent­lich saßen wir, das Öko­team der Grund­schu­le Ham­mer­bach­tal, die Rek­to­rin Caro­la Kan­ne und ich (Sabi­ne), wegen einem ganz ande­ren Pro­jekt zusam­men, das nichts mit SDGs und erst recht nichts mit dem SDGs go local-Pro­jekt zu tun hat­te. Es ging um die Pla­nung von Exkur­sio­nen in den Wald, an den Bach und auf die Wie­se, die wäh­rend des Schul­jah­res für alle Klas­sen als Aus­gleich für die Coro­na­zeit statt­fin­den soll­ten. Wir hat­ten noch eine gute Anzahl Stun­den übrig, die wir fül­len konn­ten. Und plötz­lich mein­te Clau­dia: “Wir machen so vie­le ver­schie­de­ne tol­le Pro­jek­te. Es wäre echt gut, wenn wir mal das gro­ße Gan­ze anpa­cken würden!”

Das große Ganze

Also alles in einen gemein­sa­men Zusam­men­hang und in den grö­ße­ren Kon­text stel­len? Klar, dass wir ganz schnell auf die 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le zu spre­chen kamen, gibt es doch kaum ein Instru­ment, dass sich so her­vor­ra­gend dafür eig­net wie die SDGs mit ihren bun­ten Icons! Gesagt, gemein­sam kontruk­tiv nach­ge­dacht, und schon war es ausgemacht! 

Die Grund­schu­le Ham­mer­bach­tal
packt jetzt die 17 SDGs in den Unter­richt und in den Schulalltag!

SDG-Kick-off

Bereits auf der nächs­ten Leh­re­rin­nen­kon­fe­renz kurz vor den Oster­fe­ri­en gab es den SDG-Kick-off. Eine kur­ze Ein­füh­rung, ein ers­ter Kon­takt mit den SDGs. Und schon beug­ten sich alle über den Tisch vol­ler bun­ter SDG-Sym­bo­le und schmie­de­ten Plä­ne für die ers­ten kon­kre­ten Schrit­te. Die SDGs sol­len nicht nur in den Unter­richt inte­griert, son­dern auch an der Schu­le umge­setzt wer­den. Zufäl­lig hat­ten alle Klas­sen noch vor den Feri­en “Papier schöp­fen” im Pro­gramm. Der per­fek­te Anlaß für das ers­te gro­ße The­men­feld war damit gege­ben: der Papier­ver­brauch. “Wir kopie­ren echt viel! Zu viel. Das müs­sen wir angehen.”

Ein Teil des fröh­li­chen und enga­gier­ten Teams der Grund­schu­le Ham­mer­bach­tal mit der Rek­to­rin Caro­la Kan­ne (vor­ne Mitte).

SDGs go to GS Hammerbachtal!

Das GS Ham­mer­bach­tal-Team quatscht nicht lan­ge, son­dern ist schon mit­ten im Machen. Um alle mit­zu­neh­men, sind zwei wei­te­re SDG-Kick-offs geplant: eins Ende April mit dem Eltern­bei­rat und eins Anfang Mai mit den Kin­dern.
Par­al­lel dazu knöpft sich das Team schon den eige­nen Papier­ver­brauch vor, was gleich einen gan­zen Schwung an SDGs umfasst:

Vie­le Schrit­te lie­gen hier in den Hän­den der Leh­re­rin­nen. So wer­den Alter­na­ti­ven zu Arbeits­blät­tern dis­ku­tiert, die nach den Feri­en schon aus­pro­biert wer­den sol­len. Eine Papier­spar­wo­che ist geplant, in der nichts kopiert wer­den darf (“Natür­lich ohne Vor­zu­ko­pie­ren!”), sowie die Umstel­lung auf eine Recy­cling-Papier­sor­te, die wirk­lich Recy­cling ist. Hier braucht es den Aus­tausch und die Abstim­mung mit der Gemein­de, über die die Sam­mel­be­stel­lun­gen für Schu­le und Ver­wal­tung laufen.

“Und wir wol­len auch mit den Kin­dern Punk­te ange­hen, die sie in der Hand haben.” Ler­nen zu han­deln, Selbst­wirk­sam­keit spü­ren. Das hilft, um aus der Ohn­macht raus­zu­kom­men, die sich ange­sichts der Ereig­nis­se und der Zer­stö­rung in der Welt in vie­len Kin­dern (und Erwach­se­nen) breit macht. Weg vom “man kann eh nichts ändern” hin zu.…

“Wir gestal­ten! Für ein gutes Leben für alle!”