Kaffee und Kuchen von gegenüber: Treffpunkt Bunte Wand

Älte­re und jun­ge Män­ner, Omas und Mamas mit Kin­dern, KC Risk-Mit­ar­bei­ten­de mit und ohne Fam­li­en, Kin­der, die zufäl­lig vor­bei­ge­kom­men sind, Stadt­rat, Anwohner*innen, Mit­ar­bei­ter der benach­bar­ten Wär­me­stu­be und Men­schen, die die Wär­me­stu­be nut­zen, zufäl­lig vor­bei­kom­men­de Passant*innen, Men­schen, die extra wie­der kamen, wie die Akti­ve von Foodsha­ring, die die Ver­pfle­gung brach­te, und immer wie­der Freun­de, die extra mit­ge­bracht wur­den. Sie alle tra­fen sich an dem Frei­tag und Sams­tag Mit­te Juli vor der Köhn­stra­ße 5, um beim Bun­te Wän­de-Pro­jekt mitzumachen.

Wäh­rend des medi­ta­ti­ven Malens, Far­ben suchens und Pin­sel tau­schens kamen Men­schen ins Gespräch, die sich ver­mut­lich sonst nie getrof­fen und noch weni­ger gegen­sei­tig ange­spro­chen hät­ten. So ist zum Bei­spiel der Blu­men­strauß in der Hand des blau­en freund­li­chen Wesens eine Gemein­schafts­ar­beit eines Man­nes, der ehren­amt­lich in der Wär­me­stu­be arbei­tet, und einer Mut­ter mit ihrer Toch­ter. Die drei kann­ten sich nicht, und haben trotz­dem über Stun­den zusam­men­ge­ar­bei­tet und gere­det. Die blau­en Plopps dane­ben ent­stan­den in einem guten Mit­ein­an­der zwi­schen KC Risk-Mit­ar­bei­ten­den und meh­re­ren Passant*innen, die erst nur zufäl­lig vor­bei­ka­men, und dann blie­ben und mit­mach­ten. Und das sind nur zwei Bei­spie­le von vielen…

“Man fängt an, mit den Men­schen über abs­trak­te Din­ge wie men­schen­wür­di­ge Arbeit und Wirt­schafts­wachs­tum zu reden, und dann erfährt man plötz­lich eini­ges aus ihrem Leben. Das waren sehr schö­ne Momen­te”, freut sich Maris­sa Her­zog.
Wie­der­mal ging unser Plan auf, über das Pro­jekt Men­schen in den Aus­tausch zu bringen.

Die Son­ne knall­te auf den Asphalt, es war heiß. Aber das tat der Stim­mung und der Freu­de am Mit­ma­chen kei­nen Abbruch. Wer nicht mal­te, genoss den Schat­ten unter dem Pavil­li­on. Es wur­de viel gesnackt und geschnackt, obwohl sich die meis­ten gegen­sei­tig nicht kann­ten. Anwoh­ne­rin­nen von gegen­über brach­ten Kaf­fee und Kuchen vor­bei. Sie freu­ten sich sehr, dass sie jetzt nicht mehr auf eine so tris­te graue Wand schau­en müs­sen. So manche*r blieb und mal­te mit.

Weil so vie­le mit­ma­chen woll­ten, erwei­ter­te Maris­sa Her­zog die zu bema­len­de Flä­che spon­tan in bei­de Rich­tun­gen.
Am liebs­ten hät­ten man­che am Sonn­tag weitergemalt…

Vie­len herz­li­chen Dank an alle,
die die­se Bun­te SDG 8‑Wand mög­lich gemacht haben!
*an Herrn Wey­her­ter von der Stadt Nürn­berg für sein Ver­trau­en,
dass wir auch die­ses Jahr wie­der alle Her­aus­for­de­run­gen meis­tern wer­den!
*an Emin Pasca­no­vic und André Sad­lo von SÖR für die tol­le unkom­pli­zier­te Koope­ra­ti­on und groß­ar­ti­ge ver­trau­ens­vol­le Unter­stüt­zung!
*an Josh und Flo­ri­an von KC Risk für euer Enga­ge­ment und die tol­le Zusam­men­ar­beit! An eure Kolleg*innen, die sich eben­falls mit viel Enga­ge­ment auf das Pro­jekt ein­ge­las­sen haben! Und an eure Chefs, die euch haben machen las­sen.
*an die Mit­ar­bei­ten­den von SÖR und KC Risk für die vie­len Gedan­ken und Ideen und für´s enga­gier­te Mit­ma­chen!
*an alle Künstler*innen unter den Nürn­ber­ger Bürger*innen,
dass ihr euch hier so bunt und krea­tiv ein­ge­bracht habt!
*an Foor­ds­ha­ring für die Ver­sor­gung mit Snacks und Lecke­rei­en!
*an die Anwohner*innen von gegen­über für Kaf­fee und Kuchen!

Und ein ganz dickes Dan­ke an Maris­sa, der Diri­gen­tin der vie­len Pin­sel, die wie­der­mal mit gro­ßem Know­how und Enga­ge­ment und viel Gespür das nicht ganz leich­te The­ma in Moti­ve gepackt, sowie mit sehr viel Herz und Ein­füh­lungs­ver­mö­gen all den Men­schen den Raum gege­ben hat, die­ses wun­der­ba­re Wand­bild zu erschaffen!

Finan­zi­ell ermög­licht wur­de das Pro­jekt
über die Stadt Nürn­berg, Pla­nungs- und Bau­re­fe­rat, För­der­topf „Mög­lich­keits­räu­me“, sowie über KC Risk und pri­va­te Spenden.

Vie­len herz­li­chen Dank für´s Möglichmachen!



Mit unse­ren Bun­te Wän­de-Pro­jek­ten möch­ten wir die SDGs fröh­lich und bunt im öffent­li­chen Raum sicht­bar machen und eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den 17 Zie­len für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung ansto­ßen. Außer­dem möch­ten wir den Beteilig­ten das Gefühl von Selbst­wirk­sam­keit geben und Begeg­nun­gen zwi­schen Men­schen ermög­li­chen, die sich sonst ver­mut­lich nicht gegen­sei­tig ange­spro­chen hät­ten. Begeg­nun­gen, die viel­leicht zu einem bes­se­ren gegen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis füh­ren, und so unse­ren gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt stärken.