„Wir wol­len ein neu­es Ver­kehrs­kon­zept für Fürth-Süd und für St. Johan­nis erstel­len!“ So lau­tet das gro­ße Ziel, das gleich bei unse­rem ers­ten Pro­jekt-Tref­fen, dem Kick-Off Anfang Novem­ber 2019, for­mu­liert wur­de. Was das soll?

Mensch, überleg mal!

Stell dir vor, wie es wäre, wenn in dei­nem Stadt­vier­tel nur noch ein Bruch­teil der heu­te vor­kom­men­den Autos unter­wegs wäre… Atme die Luft! Lau­sche der Ruhe! Das lau­tes­te ist viel­leicht noch die Stra­ßen­bahn, die für einen klei­nen Obu­lus jeden durch die Stadt fährt. Wo frü­her Autos park­ten, wer­fen Bäu­me ihre küh­len­den Schat­ten – im Som­mer heizt sich die Innen­stadt längst nicht mehr so auf wie frü­her. Und über­all ste­hen jetzt Lie­ge­stüh­le in der Son­ne und laden zum Chil­len ein. Gemüt­li­che Sitz­grup­pen brin­gen Nachbar*innen zusam­men. Kin­der spie­len auf der Stra­ße. Man trifft sich beim Gie­ßen der Gemü­se­kis­ten, die vor den Häu­sern ste­hen, tauscht Rezep­te aus. Auf dem Heim­weg von der Arbeit radelt man ent­spannt noch kurz beim Stadt­vier­tel­gar­ten vor­bei. Viel­leicht sind die Auber­gi­nen schon reif.

Braucht man doch mal ein Auto: Car­sha­ring macht mög­lich, dass man immer genau den Auto­typ mie­ten kann, den man gera­de braucht. Für Trans­por­te ste­hen außer­dem Las­ten­rä­der kos­ten­frei für alle zur Ver­fü­gung, die mal grö­ße­res von A nach B trans­por­tie­ren wollen.

Wir wol­len ein neu­es Ver­kehrs­kon­zept – weil wir ein gutes Leben wol­len! Und zwar jetzt und nicht erst irgendwann!

Natür­lich heißt es jetzt: Das ganz gro­ße Vor­ha­ben in vie­le klei­ne Vor­ha­ben zu zer­le­gen und sie Schritt für Schritt in Angriff zu nehmen.

Klar ist: Wir haben zu vie­le Autos! Und die Autos neh­men viel zu viel Raum in der Stadt ein, der auch für ande­res sinn­vol­ler und schö­ner genutzt wer­den könn­te. Hier erge­ben sich gleich vie­le Syn­er­gien zu ande­ren Ideen, Pro­jekt­grup­pen und Aktio­nen:
Ess­ba­re Stadt, Mehr Grün in der Stadt, Gemein­schafts­or­te, Stra­ßen als Orte der Begeg­nung, Spiel­plät­ze, bes­se­re Luft…

Mit dem Ziel, das Ver­kehrs­kon­zept in unse­rem Stadt­vier­tel zu ver­än­dern, schla­gen wir gleich meh­re­re SDGs mit einer Klap­pe! Denn:

Weniger Autos bedeutet, mehr Platz für anderes!

SDG 1 und SDG 2 – Durch den gewon­ne­nen Platz könn­ten wir für alle kos­ten­freie gesun­de Lebens­mit­tel anbau­en.
und SDG 15 – Mehr für die Arten­viel­falt in der Stadt tun!

SDG 3 – Durch bes­se­re Luft, weni­ger Lärm, mehr Bewe­gung und mehr Grün stei­gert sich unse­re Gesund­heit und unser Wohlbefinden.

SDG 8 – Der Wachs­tums­be­griff muss zwar drin­gend über­ar­bei­tet wer­den, denn auf einem räum­lich begrenz­ten Pla­ne­ten kann es kein unbe­grenz­tes Wachs­tum geben. Aber eine Ver­kehrs­wen­de wür­de immer­hin Wachs­tum in Wirt­schafts­be­rei­chen, för­dern die uns ein Leben in den pla­ne­ta­ren Gren­zen ermöglichen.

SDG 9 und SDG 11 - Eine nach­hal­ti­ge Stadt braucht eine nach­hal­ti­ge Infra­struk­tur, wodurch sich die Emis­sio­nen deut­lich ver­rin­gern, und damit sind wir bei SDG 13 - Kli­ma­schutz!

Bist du dabei? Dann meld dich bei uns! sdgs@bluepingu.de

Das Ziel unse­res ers­ten Pro­jekts haben wir schon erreicht: ein kos­ten­frei­es Las­ten­rad für alle für St. Johan­nis!
Unser nächs­tes Pro­jekt: Mehr Fahr­rad­stell­plät­ze!