Wie kommen Kinder auf eigene Projektideen, die sie gerne umsetzen möchten? Keine einfache Aufgabe, vor allem, wenn sie ja nicht geübt darin sind, sich solche Gedanken zu machen. Normalerweise geben die Lehrkräfte die Projekte vor, und die Kinder machen dann mit.
Die Grundschule Hammerbachtal hat sich nun darauf eingelassen und probiert das aus. Als erstes sammelten die Kinder Themen, die sie interessieren. Klassen- und schulhausübergreifend kristallisierte sich das Thema Müll / Wertstoffe / Ressourcen heraus. Nun galt es, dass sich die Kinder dazu Projekte ausdenken.
Wie organisiert man das?

Die Grundschule Hammerbachtal hat sich für diesen Weg entschieden:
Innerhalb der Klassen überlegten sich die Kinder mit ihren Klassleitungen ein bis zwei Projektideen. “Es ist total schwierig, die Kinder nicht mit den eigenen Ideen zu sehr zu beeinflussen. Die Ideen sollen ja von ihnen kommen”, erzählt eine Lehrerin von ihren Erfahrungen. “Gleichzeitig braucht es manchmal dann aber doch auch einen Anschubs”, so eine andere Lehrerin. Klar, wenn Kinder etwas nicht kennen, können sie ja auch nicht darauf kommen, dass man das machen kann. Ein Spagat, doch letzten Endes geht es ja genau darum: zu üben, gute Ideen zu entwickeln. Man muß ja nicht päpstlicher als der Papst sein ;-).
Auf einer kleinen Schulversammlung stellten die Kinder ihre entwickelten Projektideen mit Plakaten vor. Diese Plakate wurden in der Aula ausgehängt, so dass sich alle ind en nächsten Tagen nochaml anschauen und überlegen konnten, was sie interessiert.









Nun hatten die Kinder die Wahl. In den Klassen wurden Listen ausgehängt. Die Kinder durften sich drei Projekte aussuchen, die sie spannend finden. Wichtig dabei war, dass es keine Priorisierung gab, also 1., 2. und 3. Wahl. “Wir wollten keine Erwartungen schüren und Enttäuschungen vorbeugen, und gleichzeitig auch eine gewisse Lenkungsmöglichkeit haben, damit jede Projektgruppe die Chance auf eine gute Arbeitsatmosphäre hat”, erklärt Rektorin Carola Kanne.



Aus diesen Listen stellten die Lehrkräfte dann die klassenübergreifenden Gruppen zusammen. “Wir wollten, dass die Kinder in den Projekten klassenübergreifend zusammen arbeiten. Das stärkt nicht nur den Zusammenhalt in der Schule. Die Jüngeren können von den Älteren profitieren, und wir können große und schwierigere Klassen aufteilen. So sind in jeder Projektgruppe Kinder mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten”, so Carola Kanne weiter.
Und dann gab es das erste Treffen. Alle waren aufgeregt, niemand wusste so recht, was ihn erwartet. Obwohl die Kinder an der GS Hammerbachtal gewohnt sind, dass unterschiedliche Klassenstufen auch mal Dinge gemeinsam machen, merkte man den Kindern an: Diese Situation, in komplett gemischten Gruppe zu arbeiten, war dann doch erstmal ungewohnt. Aber auch das gehört dazu: Ältere müssen Jüngere “aushalten” 😉 und unterstützen, Jüngere können von Älteren profitieren. Ganz abgesehen davon, dass jünger sein ja nicht unbedingt heißt, dass man weniger auf dem Kasten hat!
Zum gemeinsamen Start wurde erstmal auf einem Plakat festgehalten, wer man ist: Was machen wir in unserer Gruppe, Projektname überlegen, und alle unterschreiben!




Dass wir die GS Hammerbachtal bei ihrem FREI DAY unterstützen können, ermöglicht uns die Sparda-Bank Nürnberg. An dieser Stelle vielen Dank für diese wertvolle Möglichkeit!

Ganz im Sinne der BNE 2030-Roadmap unterstützen wir Schulen, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in den Schulalltag zu integrieren #BNE2030:






