Frei Day an der GS Hammerbachtal: Die Schulhofranger*innen

Schon zum zwei­ten Mal führt die Grund­schu­le Ham­mer­bach­tal den Frei Day durch. Die­ses Mal stand er unter dem Mot­to: Hin­schau­en, Ärmel hoch­krem­peln, Verant­wor­tung über­neh­men und sich küm­mern. Denn war­um sich stän­dig neue Pro­jek­te aus­den­ken, wenn es doch gleich­zei­tig so vie­les gibt, das nach­hal­tig wei­ter­ge­führt wer­den soll? Und so waren die­ses Mal in bei­den Schul­häu­sern die Schulhofranger*innen unter­wegs! Die bei­den Schul­hof­ran­ger-Grup­pen im Rah­men des Frei Days konn­ten dank der Bür­ger­stif­tung Ker­scher über eine schul-exter­ne päd­ago­gi­sche Kraft von SDGs go to school gelei­tet und dadurch über­haupt erst mög­lich gemacht werden.

Daher geht ein ganz herz­li­cher Dank für die­ses Mög­lich­ma­chen an die…

Die Frei Day-Grup­pen im Schul­haus Offen­hau­sen: Neben den Schul­hof­ran­gern gab es wei­te­re span­nen­de The­men, mit denen sich die Kin­der aus­ein­an­der­setz­ten. Wie im Vor­jahr auch, waren in allen Frei Day-Grup­pen Kin­der aus jeder Klas­sen­stu­fe vertreten.

Was gibt´s für die Schulhofranger*innen zu tun? Je nach Schul­haus gestal­te­ten sich die Auf­ga­ben etwas anders, und doch war eini­ges auch sehr ähnlich.

Die Henfenfelder Schulhofranger*innen

Das Dach des Was­ser­tank soll­te bepflanzt wer­den. Ein Schul­hof­ran­ger brach­te Mau­er­pfef­fer und ein paar Dach­wur­zen aus sei­nem Gar­ten mit, die nun auf dem Was­ser­tank hof­fent­lich gut anwachsen. 

Der selbst­ge­bau­te Kom­post aus Ästen war zu klein gewor­den. Hier bestand also drin­gen­der Hand­lungs­be­darf für die Schulhofranger*innen!
Wor­um sie nicht von allen benei­det wur­den: “Iih! Das stinkt voll!” Ja, das stimm­te. Da der Kom­post zu stark ver­dich­tet war, ver­rot­te­te er nicht rich­tig, und stank dadurch deut­lich mehr als nor­mal. Dafür wur­den die fleis­si­gen Schulhofranger*innen auf beson­de­re Wei­se belohnt. Sie ent­deck­ten zwei Blind­schlei­chen, die sich im Kom­post ein­ge­nis­tet hatten!

Für das Schul­ge­län­de bau­ten die Kin­der außer­dem Wild­bie­nen­nist­hil­fen. Wo sie ange­bracht wer­den kön­nen, stand erst noch aus. Aber mitt­ler­wei­le ist klar, wo sie hin kön­nen. Sie sol­len am Was­ser­tank ange­bracht wer­den. “Wo bekommt man denn die­se Nist­röhr­chen her? Ich möch­te so Nist­hil­fen auch für unse­ren Gar­ten machen”, frag­te eine Schul­hof­ran­ge­rin. Na, die ent­spre­chen­de Adres­se ist leicht weitergegeben!

Ein Besuch im Bie­nen­zen­trum des Imker­ver­eins Hers­bruck:

Gut geschützt in pas­sen­den Imker­an­zü­gen, konn­ten sich die Schulhofranger*innen den Bie­nen­stö­cken nähern. Ein beson­de­res High­light waren die Droh­nen. Da sie nicht ste­chen kön­nen, konn­ten die Kin­der sie auf ihre Hand neh­men. So man­che Droh­ne fühl­te sich dort so wohl, dass sie gar nicht mehr weg­flie­gen woll­te. Da ent­steht schnell der Wunsch: “Ich nehm sie als Haus­tier mit!”

Offenhausen und Henfenfeld:

Nichts ist für die Ewig­keit, auch nicht die Bema­lung der Tritt­stei­ne in den Wild­stau­den­bee­ten. Die Stei­ne waren mitt­ler­wei­le ziem­lich abge­tre­ten. Genau die rich­ti­ge krea­ti­ve Auf­ga­be für die Schulhofranger*innen! Nun erstrahlt zumin­dest ein Groß­teil der Stei­ne wie­der in neu­er Farbe.

Die Offenhausener Schulhofranger*innen

Auch der Bar­fuß­pfad am Schul­haus Offen­hau­sen war in die Jah­re gekom­men. Ohne gro­ße Vor­be­rei­tun­gen spra­chen sich die Kin­der unter­ein­an­der ab und erneu­er­ten die Flä­chen spon­tan aus Mate­ria­li­en, die sie vor Ort fan­den: Sand, Erde, Äste mit Laub und Steine.

Das Wild­stau­den­beet in Offen­hau­sen wur­de im Herbst 2025 durch eine Bau­stel­le stark in Mit­lei­den­schaft gezo­gen und sah zwi­schen­durch sehr ver­wüs­tet aus. Da kamen die früh­lings­haf­ten Pflan­zen­spen­den einer klei­nen ört­li­chen Blu­men­gärt­ne­rei gera­de recht! Die Schulhofranger*innen pflanz­ten fleis­sig und ret­te­ten so gleich­zei­tig Pflan­zen, die in der Gärt­ne­rei nicht mehr ver­kauft wer­den konn­ten. Vie­len lie­ben Dank an die Blu­men­evi von Offenhausen!

Auch am Schul­teich gab es eini­ges zu tun. Das über­mä­ßi­ge Algen­wachs­tum muss­te etwas ein­ge­dämmt wer­den, damit der Teich nicht zu schnell ver­schlammt. Aber Ach­tung! In den Algen sind auch vie­le Klein­tie­re unter­wegs! Auch Äste und grö­ße­re Laub­an­samm­lun­gen muss­ten raus­ge­holt wer­den. Natür­lich gab es dabei auch viel Teich­le­ben zu entdecken!

Wäh­rend die Dritt- und Viertklässler*innen bereits in frü­he­ren Schul­jah­ren an eini­gen Aktio­nen zum Wild­stau­den­beet und Schul­teich betei­ligt waren, und auch die Zweitklässler*innen schon ihre ers­ten Frei Day-Erfah­run­gen im Vor­jahr gemacht haben, war für die Erstklässler*innen alles neu. So waren die bei­den Schul­hof­ran­ger-Grup­pen für die einen eine gute Gele­gen­heit, die Schul­hö­fe genau­er zu ent­de­cken und ihre Beson­der­hei­ten ken­nen­zu­ler­nen. Wäh­rend die ande­ren mit ihren Erin­ne­run­gen an frü­he­re Aktio­nen anknüpf­ten konn­ten, an denen sie oder sogar ihre älte­ren Geschwis­ter betei­ligt waren.

Ver­ant­wor­tung über­neh­men und nach­hal­tig dran­blei­ben – mit den bei­den Schul­hof­rang­er­grup­pen konn­te das die­ses Schul­jahr gut umge­setzt wer­den! Vie­len Dank noch­mal an die Bür­ger­stif­tung Ker­scher und natür­lich auch an das enga­gier­te Schul­team der Grund­schu­le Ham­mer­bach­tal, dass sich zum zwei­ten Mal den beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen des Frei Days stellte!


Ganz im Sin­ne der BNE 2030-Road­map unter­stüt­zen wir Schu­len, die Umset­zung der Nach­hal­tig­keits­zie­le in den Schul­all­tag zu inte­grie­ren #BNE2030: